So allerlei...

Hallo! Ich hoffe, ihr seid halbwegs entspannt in die neue Woche gerutscht. Hinter mir liegt ein abwechslungsreiches Wochenende, welches von nerviger Arbeit bis purer Entspannung alles zu bieten hatte. Und das immer schön im stündlichen Wechsel...

Freitag abend: Couch mit Naschtüte (ich habe berichtet). Hinterher schlechtes Gewissen und Bauchschmerzen. Habe sie mit einem kleinen Cocktail betäubt.

Samstag vormittag: Auf Arbeit. Unspektakulär und total anstrengend für meine Begleitung.

Man kann kaum glauben, dass Wolfskin es echt so eilig hat, den Arbeitsplatz zu erreichen.. schaut euch mal den Streber an:

Am Nachmittag habe ich dann endlich angefangen, in den unheimlichen Weiten unserer in den Dachschrägen eingelassenen Wandschränke aufzuräumen und zu entrümpeln. Du lieber Himmel! Da kamen Schuhe zum Vorschein, die ich seit 5 Jahren nicht einmal vermisst habe; ein Schlafsack und Kissen, nach denen wir tagelang im anderen Schrank gesucht haben; ein nagelneues Waschbecken nebst originalverpacktem Wasserhahn; Unmengen an indianischen Bastelsachen, mit denen ich die halbe Weltbevölkerung mit jeweils 3 Traumfängern in den Schlaf schicken könnte... und ich könnte weiter aufzählen. Nun bin ich ja niemand, der gern Dinge wegwirft. Ich sortiere sie lieber aus und schlichte sie dann wieder schön ordentlich gestapelt zurück... Was man die letzten 2 Jahre mit dem Hintern nicht angeguckt hat, kann man wegschmeißen, sagt man ja so schön. Aber ist es euch nicht auch schon passiert, dass ihr euch in heldenhafter Absicht und mit tränenden Augen von Dingen verabschiedet habt und just ein Jahr später hättet ihr es sooo gut gebrauchen können??? Nein? Mir auch nicht.

Zur Belohnung für meine Heldentat habe ich mir dann so richtig einen hyggelig kveld gegönnt, einen gemütlichen Abend. Ihr wisst schon: so mit Wollsocken und Lieblingspyjama und Kuscheldecke und Kerzen. Mit Salatteller, Feuer im Ofen, lecker Cocktail, abwechselnd Fernsehen und Buch (und ja, in der Naschtüte war auch noch was drin). Bis ich mich dann irgendwann dabei ertappt habe, dass mein Gemütlichmachen in einen sanften Vorabendschlaf übergegangen war. Aus dem bin ich erwacht, weil ich geschwitzt habe und mein kleines Gastkind seine abendliche Schmusestunde eingefordert hat.

Schön wars. Ich liebe meine Hygge-Abende.

Der Sonntag zeigte sich von seiner prachtvollsten Seite und machte seinem Namen alle Ehre. In wenigen Wochen wird es keine gemeinsamen Spaziergänge mehr geben - also haben wir die Gunst der Stunde genutzt und alle Hunde ( 3 x 4 und 1 x 3 Beine = 15 Beine) in die Autos verfrachtet und sind nach Andalsnes gefahren.

Auf Setnesmoa, einem schön gelegenen Platz zwischen den Gebäuden der Zivilverteidigung (man sollte schauen, ob nicht irgendwo rote Flaggen gehisst sind - sonst gerät man womöglich in den initiierten 3. Weltkrieg) und dem Golfplatz (zu dieser Jahreszeit noch ungefährlich - im Sommer sollte man nicht ohne Schutzhelm entlang gehen), haben wir die 4 Fellis mit einem ausgedehnten Spazier-, Flitzer- und Schnüffelrundgang glücklich gemacht. Und alle gehen so wunderbar zusammen! Selbst die kleine Mirah hat ihre Bedenken gegenüber Sunka und Wolfskin komplett abgelegt und ist zwischen deren Beinen umhergeflitzt. Sie ist normalerweise nur sehr selten draußen und hat kaum Kontakt zu anderen Hunden - es war herrlich zu sehen, wie sie die Tour genossen hat und aufgeblüht ist.

Die Hochstimmung währte nicht so lange, denn gleich darauf hatten wir uns vorgenommen, unserer Garage auf den Leib zu rücken. Eine große Doppelgarage, voll mit Baumaterialresten, Milliarden verschiedener Schrauben und Nägel; Werkzeug und Maschinen, von denen ich nicht mal wusste, dass wir sie haben; gebrauchte Pferdezügel, alte Decken und hunderte halbleere Kanister mit Scheibenwaschzeugs, nagelneue Steckdosen und Kabelbinder in jeder Farbe. Und hier sollte nun endlich Ordnung rein, damit ich nicht allein auf dem ganzen Müll sitzenbleiben würde. Und da war es wieder, mein Problem.... Jeder Nagel hat bei mir seine Daseinsberechtigung, und wenn man ihn wieder gerade klopft, kann man ihn doch bestimmt noch für irgendwas nehmen...?

Letzendlich ist Michas Transporter bis unters Dach voll mit Sperrmüll und allem möglichen Plunder, und ich hoffe inständig, dass ich beim Wegschmeißen keinen Fehler gemacht habe. Man weiß ja nie....

(Ich habe keine Bilder vom Gerümpel gemacht, sorry.)

Am Sonntagabend habe ich mich dann noch zum Swingtanzen geschleppt, ich war schon ziemlich lange nicht beim Training. Es entzieht sich meinem Veständnis, warum man das unbedingt am Sonntagabend um 8 machen muss, wo die Couch der einzig humane Ort ist, an dem man sich befinden möchte und man doch so schlecht nochmal in die Puschen kommt! Aber angesichts meiner leeren Naschtüte habe ich meinen inneren Schweinehund überwunden und ihn zum Kalorienabbau geprügelt. Macht ja auch Spaß, wenn man einmal dort ist. Mein Lieblingstanzpartner war auch zugegen (wir wechseln ständig den Tanzpartner, da bleibt man flexibler in der Schrittausführung), der allerdings den Nachteil hat, dass er immer und ständig, trotz frisch geduscht und weichspüllastigem T-Shirt und Rasierwasser, immer nach Kuhstall riecht. Also Nase zu und durch. Weil ich ja weiß, was mich erwartet, hab ich immer mehrere Eukalyptus-Bonbons dabei und atme durch den Mund. Man muss sich eben nur zu helfen wissen.

Nach Hause gekommen und ins Bett gefallen (vorher geduscht und Hände geschrubbt, weil ich das Gefühl nicht los wurde, dass ich nach Kuh rieche) - schon war das Wochenende wieder Geschichte.

Kinder, wie die Zeit vergeht!

Mit einem tollen Bild, aufgenommen auf meinem Arbeitsweg heute, schicke ich euch in den Montag-Fernsehabend. Machts euch hyggelig!

Die Rieseneiszapfen entlang der Straße - immer wieder ein Hingucker. Sie sind mindestens 5 Meter hoch.

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