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Bin wieder da!

O je, das war eine lange Zeit ohne eine Lebenszeichen, gell? Gibt auch gar keine Entschuldigung dafür - also lasse ich das auch :-) Ich hoffe, es geht euch allen gut und ihr seid gesund.

Nach einer kleiner Atempause scheint uns Corona ja wieder fest in den Griff zu bekommen.. einfach nur furchtbar. Ich weiß gar nicht mehr, was ich darüber denken soll.


Seit Mai bin ich wieder voll auf Arbeit (ich war von März weg 50% auf Kurzarbeit), und nun ist das Arbeitsvolumen dermaßen angestiegen, dass ich oft abends noch von Zuhause aus arbeite. Aber allemal besser als umgekehrt... und ich schaffe es glücklicherweise, die Bürotür hinter mir zu schliessen und die Arbeit eine zeitlang Arbeit sein zu lassen.


Nun ist es schon wieder Herbst geworden; heute morgen habe ich die ersten mit Reif überzogenen Blätter gesehen.

Eigentlich gibt es sooo viel zu erzählen.. wo fange ich denn da an?


Vielleicht ist es am besten, wenn ich euch die Highlights jeden Monats "vorstelle". Und deren gibt es jede Menge!

Ich bin seit Jahren in meiner Freizeit nicht so viel unterwegs gewesen wie im letzten halben Jahr. Ich war an Orten zum ersten Mal, die gar nicht weit weg von mir und so wunderschön sind.

Zu verdanken habe ich das alles meinem Schatz, mit dem jede einzelne Minute Zusammensein einfach nur.. schön.. ist.



Dann mache ich das mal so mit den Monaten, gute Idee, Heike.


April

Nun ja, im April war noch nicht wirklich so viel los. Ausser dass wir herrliches Wetter hatten. Die Blumen fangen an zu blühen, alles wird grün, und auf den Bergen liegt noch richtig viel Schnee. Immer wieder ein toller Anblick. Vor allem beim wochenendlichen Frühstücken auf meiner Veranda. Da Viggo auf einem Schiff Turnus arbeitet -4 Wochen weg, 4 Wochen zuhause- genießen wir die gemeinsame Zeit aus vollem Herzen. Und das Veranda-Frühstück gehört dazu.


Mai

Im Wonnemonat Mai war bei Heike schon ein bisschen mehr los. Leider musste ich ja aufgrund Corona alle deutschen Gäste für meine Ferienwohnung absagen. Als einziges Land Europas hat Norwegen eine andere Infektions-Schlüsselzahl wie der Rest (30 statt 50) , und spricht damit viel früher Reisewarnungen aus.

Allerdings haben dann die Norweger die Übernachtungen gebucht - ich war jeden Tag voll bis unters Dach. Und da steckt natürlich auch ganz schön viel Arbeit dahinter. Meine Deutschen bleiben im Durchschnitt 8 Tage - die Norweger ziehen nach max. 3 Tagen weiter. D.h. mehr waschen, mehr putzen, mehr bürokratischer Aufwand. Puh... war ganz schön anstrengend.... aber von nüscht kommt nüscht 😁


Höhepunkt im Mai war unser WE-Ausflug nach Trondheim. Grund war eigentlich der Besuch des großen schwedischen Möbelhauses, aber wir haben das Wochenende (wie wir das immer machen) zu einem tollen Ausflug gemacht. Wir sind von einer schottischen in eine irische Bar gezogen, sind durch den alten Teil der Stadt geschlendert und haben in winzigen Künstlercafes Bier getrunken. Auf dem Plan stand natürlich auch der weltbekannte Nidaros-Dom, Krönungsstätte der norwegischen Könige und ein sehr imposantes Gebäude. Übrigens das einzige dieses Baustils in ganz Norwegen. Auf der Rückreise haben wir uns dann noch mit Kai & family getroffen, die mit Elina zum Grabplatz von Free Willy am Taknesfjord gepilgert sind. Ihr wisst ja noch, wer Free Willy war, gell? Genau, der Orca Wal aus dem gleichnamigen Film. Ich wusste nicht mal, dass dieser jemals in norwegischen Gewässern war, geschweige denn hier ganz in der Nähe begraben ist. Und je mehr ich mich mit seiner Geschichte beschäftigt habe, desto mehr ist sie mir ans Herz gegangen. So richtig wird sie mich wohl auch nicht mehr loslassen...

Es war ein Erlebnis und mir ist wieder klar geworden, was wir Menschen dieser unserer Erde und ALL ihren Bewohnern -und für mich sind die Tiere genauso wertvoll wie jeder Mensch- eigentlich antun. Vielleicht mögt ihr mal einen Blick in das wahre Leben von Keiko werfen, ich habe es euch verlinkt.

Juni

Im Juni musste ich auf meinen Viggo verzichten - Arbeit eben. Vier Wochen können ganz schön lang sein... Aber ich habe da ja noch meine Zwiebel. Meine Elina. Sie ist öfters bei der Oma, weils bei der Oma cool ist. Mit ihren 2 1/2 Jahren ist meine Maus ein außerordentlich helles Köpfchen und seeehr aktiv. Kai sagt immer, sie käme ganz nach mir, und da könnten sie sich noch 'ne Pfeife anzünden.... weiß gar nicht was er meint :-)



Natürlich könnte ich euch wieder hunderte von Landschaftsbildern zeigen, aber ich hänge mal nur ein paar an. Ich hatte Besuch von einer lieben Freundin und Tierschutz-Gleichgesinnten, Silvia. Zusammen waren wir am Geiranger - und ich muss euch sagen, dass es für mich gleichzeitig schön und erschreckend war. Im Juni ist im Geiranger normalerweise die Hölle los - tausende von Touristen sind an Land, mindestens 2 Kreuzfahrtschiffe liegen vor Anker. Man bekommt keinen Parkplatz und erst recht keinen Sitzplatz in einem der wenigen Cafes.

Aber nichts von alldem war der Fall - wir waren fast alleine da! Corona lässt grüßen, und die etwas über 200 Einwohner kämpfen ums Überleben, da sie vollständig von den Einnahmen der Sommersaison abhängig sind. Ich hoffe, sie schaffen es.


Juli

Was für ein Monat! So viel wie ich in diesen 4 Wochen unterwegs war, habe ich die letzten.. sagen wir ... 10 Jahre Haus und Hof nicht verlassen.

Mein Viggo ist auf Freiturnus, und wir genießen jeden gemeinsamen Tag. Wenn er an den Wochentagen (da muss ich ja arbeiten) bei sich zu Hause in Ålesund in seinem eigenen Haus ist, schleppt mich meine Freundin Ingunn (kennt ihr Ingunn noch? Kapitel 12 im Buch - Skiri ;-) mit auf irgendwelche Bergtouren. Also jetzt nichts so wahnsinnig anstrengendes, aber immerhin doch ein wenig mehr bergauf als ich es von meinen zwar stundenlangen, aber fast nur geradeaus gehenden Touren gewohnt bin. Gut so, schadet mir weiß Gott nicht...

Das erste Mal seit 13 Jahren kletterte ich mit Viggo und Ingunn aufs Littlefjellet, eine Bergformation, die ich von meiner Veranda aus sehen kann. Ich hatte immer Angst, dass ich den Aufstieg nicht schaffen könnte, aber manchmal sollte man sich selbst nicht unterschätzen und sich einfach mal trauen.

Nach nur 35 Minuten Aufstieg erwartet einen eine sensationelle Aussicht aufs Romsdal, genau gegenüber ragt die Trollwand auf, links neben uns das Romsdalshorn. Nach rechts geht der Blick Richtung Åndalsnes und Fjord... einmalig. Beeindruckend. Mächtig. Gewaltig und unsagbar schön. Meine Bilder können das gar nicht wiedergeben. Wer immer zu mir auf Besuch kommt oder die Fewo mietet und halbwegs ordentlich in Schuss ist - dem werde ich diese Tour wärmstens ans Herz legen. Schaut mal: