Veranda-Bauer

Hallo allerseits! Na, habt ihr ein schönes Wochenende verbracht? Die Sonne genossen, die es ja reichlich hat geben sollen? Ich habe den Vormittag mit Wolfskin und Sunka draußen verbracht, mit einem langen entspannenden Spaziergang. Morgens halb 10 ist hier alles noch komplett ruhig... vor 11, 12 kommen die Norweger nicht in die Gänge, und ich habe Wald und Flur ganz für uns allein.

Heute nachmittag habe ich dann endlich mein geplantes Selbstverpflegungsprojekt in die Wege geleitet.

Wie wir ja alle wissen, entsteht aus Samen Gemüse. Oder Obst. Oder Babys. Oder alles mögliche was wächst und gedeiht. Und da ich bekennender Tomatensalat-Freak bin, habe ich mir so gedacht, dass ich meine Tomaten doch mal selbst anbaue. Also bin ich diese Woche von einem Supermarkt zum anderen gefahren und habe mir überall eine kleine Menge Cocktail- oder Minitomaten gekauft und alle durchprobiert. Die mir am besten geschmeckt hat habe ich fachgerecht seziert, in ökologische Ansaaterde gepackt und auf meinen Fensterstock in die Sonne platziert.

Desweiteren habe ich mir vorige Woche einen Potato-Pott geleistet. Die norwegischen Kleinstbauern sind zur Zeit total hysterisch nach dem Ding, also muss ich es auch ausprobieren! Nun fragt ihr euch sicher, was das für ein Ding ist. Schaut mal, so sieht es aus:

Der Clou besteht darin, dass man die Kartoffeln (vorzugsweise schon vorgekeimt - ich habe zufällig drei Stück gefunden, die hinter den Küchentisch gerollert waren und wie geschaffen sind für mein Projekt) in den Innentopf pflanzt, der auf zwei Seiten große Aussparungen hat. Da man dann nur die Kartoffeln entnimmt und das Grünzeugs unversehrt bleibt, wachsen immer wieder neue Kartoffeln. Laut Beschreibung (und ich glaube immer an das Gute im Menschen) kann ich nach 8 Wochen meine ersten Teile ernten. Ich bin mal gespannt. Für einen Einmann-Haushalt sollte die Menge reichen, und bei mir auf dem Balkon haben die Pflanzen ideale Bedingungen. Sowohl meine Tomate, die ich nach erfolgreicher Zucht und beim Vorherrschen wärmer Termperaturen vom Fensterstock auf die Veranda umziehen lasse, als auch die Kartoffeln. Kurzer Weg von der Küche zum Balkon. Ideal.

Das gleiche habe ich noch mit Gurken und Zucchini gemacht, aber die kommen dann später nach draußen ins Beet. Kartoffeln und Gemüse - also zum Überleben reicht das schon mal :-)

Und da noch Zeit übrig war (ist schließlich Sonntag, und den verbringe ich NIE vor 17.00 Uhr auf der Couch), musste auch mein Philodendron noch dran glauben. Ich habe so ein Riesending im Wohnzimmer stehen, und seine Ranken wachsen und wachsen und wachsen - kreuz und quer. Da weiß ich nimmer, wo Anfang und Ende ist. In regelmäßigen Abständen räche ich mich an ihm und schneide wahllos so ein paar lange Enden ab in der Hoffnung, dass ich nicht gerade Anfang und Ende erwische und der Rest ohne Wurzeln in der Luft baumelt.

Drei solcher Ranken kamen mir heute gerade recht. Ein schöner großer Stock würde super in die geplante Ferienwohnung passen! Aber um ihm auch artgerechte Haltungsbedingungen zu garantieren, braucht es ja in der Mitte so einen Stamm, wo sich die Dinger wieder entlangwinden können. Hab ich nicht an Lager, und ich weiss, dass die Dinger ganz schön teuer sind. Neeee... hier muss improvisiert werden.